Bilderbuch

Kultur | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Die Berliner Choreografin Sasha Waltz ist in Wien weitgehend unbekannt. Aus irgendeinem Grund haben die Tanzveranstalter der Stadt es bisher verabsäumt, sie einzuladen. Auch in Wien lieferbar ist ein soeben erschienener, aufwendig gestalteter Bildband, in dem das bisherige Schaffen der 44-jährigen Künstlerin dokumentiert wird. Die Karriere von Sasha Waltz begann in der Berliner Off-Szene, wo sie Mitbegründerin der heute längst etablierten Sophiensaele war und mit narrativen Tanztheaterstücken wie "Allee der Kosmonauten" Erfolge feierte. 1999 wechselte sie mit ihrer Truppe an die Schaubühne am Lehniner Platz, wo sie bis 2004 Mitglied der künstlerischen Leitung war und in Stücken wie "Körper" (im Bild) oder "noBody" eine abstraktere Tanzsprache entwickelte. Zuletzt hat Waltz hauptsächlich in der Oper gearbeitet; ihre Inszenierung von Purcells "Dido & Aeneas" war im Vorjahr in Sankt Pölten zu Gast. Da ist es bis Wien ja nicht mehr weit. Sasha Waltz: Cluster. Mit Essays von Judith Butler, Carolin Emcke und Dorita Hannah. Berlin 2007 (Henschel). 210 S., Euro 41,10 / W. K.


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