Aufgeblättert

Kultur | Martin Droschke | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Kann es gutgehen, wenn ein Verlag seinen Autoren hinsichtlich des Umfangs keinerlei Spielraum lässt, sondern sie dazu anhält, ein Manuskript abzuliefern, das exakt 64 Buchseiten füllt? Vor einem Jahr startete die Hamburger Edition Nautilus den Versuch. Inzwischen ist sie bei der dritten Lieferung der Krimireihe "Kaliber .64" angekommen. Mit den neuen Bänden hat Herausgeber Volker Albers endgültig den Beweis erbracht, dass zumindest beim Genre "Mord & Totschlag" eine solche Beschränkung funktioniert. Susanne Mischke etwa lädt in "Sau tot" zu einer Hochzeit auf dem Land, die nicht aus Liebe vollzogen wird. Der Enge der dörflichen Gemeinschaft hat sie die Sehnsucht der ortsansässigen Frauen nach Robbie Williams entgegengestellt, Symbol für die unerreichbare weite Welt und deren Glücksversprechungen. Eine klassische, in diesem Fall für einen Junggesellen tödliche Konstellation.

Krimi-Altmeister Gunter Gerlach tänzelt in "Engel in Esslingen" gekonnt auf der Grenzlinie zwischen einer


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