Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Sex

Dick ist satt! Mir vergeht irgendwie grad der Appetit. Schuld sind die rachitisch anmutenden Modelhühner, die in letzter Zeit geballt in den Medien öde Bauch-Po-und-Hirn-eh-auch-weg-Diäten bewerben. Von Mutter Natur mit einer gewissen Unempfindlichkeit in Bezug auf meine Silhouette gesegnet, konnte ich bisher recht unneurotisch dem Essen begegnen. In letzter Zeit jedoch beginnt die Message zu wirken: dürr wirkt geil, normal wird krank, dick macht tot. Ich ertappe mich dabei, mit wüsten Foltermethoden (tropfender Wasserhahn neben der Speis, Ziege leckt am Apfelstängel) Nahrungsmittel in der Küche dazu zu bringen, mit ihrem Kaloriengehalt rauszurücken. Auweia. Ich will meine Ignoranz zurück. Und meiner puddingkonsumierenden Wege gehen, wo mir nicht auffällt, ob mich die neue Jeans kneift, und wenn ja, wo, und wenn am Popo - wer glotzt? Starte daher eine Ausgleichskampagne: GIB DEIN FRESSI IN MEIN BAUCHI! Oder: DÜRR IST OKAY, ABER DICK IST SATT! Danke und Mahlzeit.

HEIDI LIST

Fussball

Die Gedanken sind frei Merkwürdig, was einem als Fußballfreak manchmal so durch den Kopf geht. Ich zum Beispiel habe seit vorigem Freitag, als ich bei strömendem Regen das kleine Wiener Derby besuchte, folgende Frage im Kopf: Welche Spieler haben bei drei der vier "großen" Wiener Vereine (Rapid, Austria, Sportklub, Vienna) gespielt? Auf Anhieb sind mir drei eingefallen, und zwar Marcus Pürk, Hans Krankl und Peter Pacult; Recherchen bei Freunden und in der Fachliteratur haben sieben weitere Treffer ergeben: Günther Happich, Wolfgang Kienast, Thomas Pfeiler, Istvan Puskas, Alfred Roscher (!), Gerd Steinkogler und Peter Stöger. Und Hans Buzek hat sogar bei allen vier Vereinen gekickt! Mir ist klar, dass das den meisten Menschen völlig egal ist. Aber wenn jemandem noch ein "Dreier" einfällt, soll er sich bitte melden.

WOLFGANG KRALICEK


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