Fallen die Würfel?

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

STADTBILD Öffentliche Uhren gehören in Wien zum Alltag. Der Blick auf einen der zahlreichen städtischen Zeitwürfel ist für viele Routine. Nun soll's den Würfeluhren an den Masten gehen. Ist Zeit nur noch Privatangelegenheit? Kommt jetzt das große Uhrensterben?

Normalzeit" steht in roten Versalien auf ihren Zifferblättern über dem Wiener Stadtwappen und dem Namen des Herstellers. Normalzeit also, was nicht ganz der Wahrheit entspricht, schließlich zeigen die öffentlichen Uhren in der typischen Erscheinung des grauen Würfels auf ihren je vier Zifferblättern seit ein paar Tagen keine Normalzeit an, sondern die Sommerzeit. Zumindest jene Uhren, die noch einwandfrei funktionieren. Rechtzeitig zum Sommerzeitbeginn vergangenen Sonntag wanderten die Zeiger um zwei in der Früh eine Stunde vor - automatisch und schneller als die meisten Armband-oder Handyuhren gingen viele Wiener Würfeluhren richtig. Wobei es sich bei dieser Art städtischer Zeitmesser gar nicht um Würfel handelt,


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