Mann im Schatten

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

STADTMENSCH Bisher war er der wohl unauffälligste DJ der Stadt: Nach zwanzig Jahren im Hintergrund traut sich Marcus Wagner-Lapierre alias Makossa jetzt endlich ins Rampenlicht. Ein bisschen jedenfalls.

Von einem dicken Auto träumt er schon lange nicht mehr. "Dafür bin ich einfach zu sehr Realist. Ich weiß, dass ich mit meiner Musik nie viel Geld machen werde." Man kann sich Marcus Wagner-Lapierre aber auch schwer in einer fetten Luxuskarosse vorstellen. Der bebrillte Seitenscheitelträger ist eher der Typ, der sich nach plötzlich erlangtem Reichtum einen Minibus zulegt, um darin den Nachwuchs zu befördern. Ist ja auch viel praktischer, denn der dreifache Familienvater wohnt, wie er selbst sagt, "am Arsch der Welt".

Marcus Wagner-Lapierre ist einer der dienstältesten DJs der Stadt, als DJ Makossa ist er seit den Achtzigern plattenauflegend unterwegs. Obwohl er die Wiener Elektronikszene von Beginn an mitprägte, für Peter Kruder an den Turntables werkte und mit Dub-Clubber Sugar B


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