Land der Hämmer

Politik | Donja Noormofidi und Thomas Wolkinger | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

BÖHLER Die "Heuschrecken" kommen in die Stahlstadt Kapfenberg. Doch die Kapfenberger fürchten sich nicht - an Krise und Wandel sind sie seit hundert Jahren gewöhnt.

Wer ins Museum der obersteirischen Stadt Kapfenberg geht, erkennt sofort, welcher der bemerkenswerteste Teil der Stadtgeschichte ist, das gesamte Tiefparterre ist einem einzigen Thema gewidmet: dem Stahlkonzern Böhler. Von Hammer und Amboss bis zu modernen Flugzeugteilen reicht die Ausstellung, an der Wand hängen bunte Holztafeln, die von der Geschichte des Großunternehmens mit österreichischem Hauptwerk in Kapfenberg berichten: von 1870, als die Gebrüder Emil und Albert Böhler ihr erstes Handelsunternehmen in Wien gründeten, bis zum heutigen Tag. Wenn Ernst Leger durch die Ausstellungsräume geht, erkennt er einige der neueren Ausstellungsstücke wieder, schließlich hat er sie selbst hergestellt - bis 1989, als er in Pension ging. Der ehemalige Böhlerianer streicht mit den Fingern über ein rundes Teil, das eigentlich


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