Der Rote

"Kapital hat kein Mascherl"

Politik | Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Hannes Androsch, einst SP-Finanzminister, heute Unternehmer und Investor in Wien, erklärt den Unterschied zwischen einer Heuschrecke und sich selbst. Zu seinen Beteiligungen gehören der Leiterplattenhersteller AT&S, Bwin Sportwetten und die Österreichische Salinen AG.

Falter: Was unterscheidet einen seriösen Investor wie Sie von einer Heuschrecke?

Hannes Androsch: Da gibt es große Unterschiede. Ein reiner Finanzinvestor ist am kurzfristigen Profit orientiert. Aber auch diese Heuschrecken haben ihre Funktion. Bei der BAWAG etwa war der Einstieg von Cerberus die einzig mögliche Lösung.

Spielen bei Ihrem Versuch, bei Böhler einzusteigen, "patriotische Gründe" eine Rolle oder geht es strikt um Fragen der wirtschaftlichen Rentabilität?

Es geht immer auch um wirtschaftliche Rentabilität. Aber es ist bei Böhler auch nicht einzusehen, warum das Unternehmen an einen reinen Finanzinvestor gehen sollte. Das war schon bei der Austria Tabak und bei der BA-CA nicht in Ordnung.

Warum wehren sich


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