"Überzeugungen nicht verstecken"

Donja Noormofidi und Gerlinde Pölsler | Politik | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

FAMILIENPOLITIK Bischof Egon Kapellari spricht über Wesensunterschiede zwischen Frau und Mann.

Sollten Mütter zu Hause bleiben oder besser arbeiten? Brauchen wir mehr Kinderbetreuungsplätze oder werden dadurch Frauen zu "Gebärmaschinen degradiert", wie der Augsburger Bischof Walter Mixa meinte? Er war nicht der einzige Geistliche, der sich in die familienpolitische Diskussion einmischte. Auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun meinte, dass Mütter in den ersten Jahren zu Hause bleiben sollten, denn alle Experten und die Gehirnforschung sagten, dass das Kind vor allem in den ersten Jahren die Mutter brauche. Was die beiden Bischöfe vergaßen: Gerade in Ländern, in denen es Frauen ermöglicht wird, rasch an den Arbeitsplatz zurückzukehren, wie in Frankreich und in Skandinavien, liegen die Geburtenraten weit über dem europäischen Durchschnitt. Länder wie Spanien und Italien, in denen Traditionen, fixe Rollenverteilung und Religion nach wie vor eine wichtige Rolle spielen, bilden

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