Ein leises Schrillen

Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

ANALYSE Die zehnte Diagonale in Graz ging glatt über die Bühne. Mit viel heiler Welt und wenig frechen Fragen. Kein guter Trend.

Den Frühling hatte Intendantin Gabriele Flos versprochen. Ein Kälteeinbruch vereitelte diese Hoffnung. Machte aber nichts, denn auch der Diagonale-Eröffnungsfilm "42plus" von Sabine Derflinger drehte sich um den Frühling, um eine Art zweiten Frühling der Hauptprotagonistin, und führte zudem - im Kontrast zu einem unfreundlichen steirischen März - in wärmere Gefilde. Warm ums Herz wurde einem kritisch gesinnten Branchenpublikum dabei aber nicht, obwohl weitere Vorführungen des apolitischen, ästhetisch gefälligen und TV-Primetime-tauglichen Urlaubsbeziehungsstreifens während des Festivals ausverkauft waren. Die Wahl zum Eröffnungsfilm, der traditionell als gewichtiges Statement zum österreichischen Film verstanden wird, sorgte für heftige Kritik: "Völlig unverständlich", kommentierte etwa Filmproduzent Dieter Pochlatko: "Da hätte ich mir die ,Heile


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