Echt liebe Loser

Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

THEATER Bernhard Studlar-Uraufführung: Regisseurin Christine Eder und ein großartiges Team legen den Witz zwischen den Worten frei.

Wenn Kollege Karl Fluch vom Standard anlässlich des Kris Kristofferson-Auftritts in Wien zwischen gutem (Country-) und bösem (Western-)Publikum unterscheidet, sagt das schon einiges. Über die aktuelle Rezeption von Cowboystiefeln und Hawaiigitarre zum Beispiel. Die sind nämlich entweder trendkonform oder total jenseits. Und wenn Bernhard Studlar sein Stück "SONNE, WOLKE, Amerika" in "Marlboro Country" ansiedelt, dann meint er total jenseits. Obwohl die Regie (Christine Eder) vielleicht damit spekuliert, dass die eine oder andere Westernsong-Einspielung cool rüberkommt.

Im Übrigen vermeidet Eder alle deutlichen Saloon-Zitate. Und das ist gut so, ein derartiges Setting kann schon mal zur Belastung für Stück und Inszenierung werden. Denn was machen Autor und Regisseur mit ein paar gottvergessenen Losern, die am Ende der Straße einen Western-Laden schmeißen,


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