Wie in Vietnam?

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 14/07 vom 04.04.2007

AUSLAND Die Flucht der engsten Verbündeten ist zu einem verheerenden Symbol für das Scheitern der USA im Irak geworden.

Seit sich in den US-Medien die Vergleiche zwischen dem Irak und Vietnam häufen, werden auch die allerletzten Tage der amerikanischen Präsenz in Saigon wieder unter die Lupe genommen. Zu den berühmten Bildern der letzten Helikopterflüge vom Dach der US-Botschaft vom April 1975 gesellen sich die anderen, weniger bekannten Szenen, als schwerbewaffnete Marines vietnamesische Frauen und Kinder mit Gewalt daran hinderten, in das Botschaftsgelände zu flüchten. 150.000 Vietnamesen wurden von der Administration Gerald Fords nach dem Abzug in den USA angesiedelt. Trotzdem ließ das Militär im Augenblick des Zusammenbruchs Hunderttausende verzweifelte Verbündete zurück, die dann den Weg in die Umerziehungslager der kommunistischen Sieger antraten. Auch bei Hardlinern gilt die Flucht aus der Verantwortung für die einstigen Mitkämpfer als besonders dunkler Fleck in der


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