Monster zu Menschen


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 14/07 vom 04.04.2007

KINDESMISSBRAUCH Der Innenminister bastelt an einer "Sexualstraftäterdatenbank". ÖVP, FPÖ und BZÖ fordern härtere Konsequenzen für Kinderschänder. Sind diese Täter tatsächlich unverbesserliche Bestien? Oder selbst arme Menschen, die dringend therapiert werden müssen?

Hermine Reisinger hat jeden Zeitungsartikel fein säuberlich ausgeschnitten und gesammelt. Nun stellt sie ihr Gesamtwerk ins Netz: "496 entlassene tickende Pädokriminelle" hat die 55-jährige Gründerin einer Selbsthilfegruppe für Missbrauchsopfer aus Zeitungsmeldungen filtriert und auf www.gegensexuellegewalt.at veröffentlicht. Doch am liebsten hätte Reisinger, dass nicht nur die Gefängnisstrafen für Sexualstraftäter erhöht werden, sondern dass der Staat auch die Namen aller Täter veröffentlicht. "Dann wüssten die Eltern zumindest, dass der Nachbar ein Pädo ist und könnten ihre Kinder schützen", findet Reisinger.

Zwar nicht ganz so radikal, wie Reisinger es gerne hätte, aber in eine ähnliche Richtung

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