Nach der Katastrophe

Erich Klein | Kultur | aus FALTER 14/07 vom 04.04.2007

LITERATUR Josef Haslinger erzählt in "Phi Phi Island" davon, wie er und seine Familie den Tsunami überlebt haben.

Der Schriftsteller ist noch einmal davongekommen. Wüsste man nicht, dass es sich um reale Ereignisse handelt, könnte man "Phi Phi Island" für ein Drehbuch à la Haneke halten. Zumindest beginnt Josef Haslingers Erzählung über die Flutkatastrophe am 26. Dezember 2004 an der Küste Thailands so: "am 23. dezember holten wir sophie vom wiedener gymnasium ab und anschließend elias vom borg 3, einem oberstufengymnasium im bezirk landstraße, um gleich weiter zum flughafen zu fahren." Sohn Elias steht vor der Matura, das ein wenig augenzwinkernd zu feiernde Familienidyll unter Tropensonne beginnt mit Quengeleien über ein Nicht genügend in Mathematik. Bei der Ankunft geht das Gepäck kurzfristig verloren - es folgt der Strand, eine Weihnachtsfeier mit Sekt, Gespräche, wie man die kommenden zwei Wochen Erholung verbringen werde. Am nächsten Morgen werden die Haslingers von

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