Fernsehbezirke

Wieso nicht Ottakring?

Stadtleben | aus FALTER 14/07 vom 04.04.2007

Nach Favoriten ("Ein echter Wiener geht nicht unter"), Donaustadt ("Kaisermühlen Blues") oder der Inneren Stadt ("Hallo ... Hotel Sacher, Portier", "Ringstraßenpalais") verortet der ORF jetzt also mit "Mitten im Achten" wieder eine Fernsehserie in einem Wiener Gemeindebezirk. Dabei stellt sich die Frage, wieso sich die TV-Entwickler für ihre tägliche Sitcom ausgerechnet die eher verschlafene Josefstadt ausgesucht haben. Für die junge Zielgruppe hätte man in Wien sehr viel urbanere Gebiete ins Scheinwerferlicht rücken können. Wieso zum Beispiel nicht "Mitten in Ottakring"? Der 16. Bezirk um den Brunnenmarkt würde sich in einer Fernsehserie hervorragend machen und bietet jede Menge Stoff für Zoff: Viele WGs, schräge Künstler und Kleinunternehmer, hoher Migrantenanteil, der Markt so berlin wie nix. Darüber hinaus ließen sich Bier und Marmelade von dort und die benachbarten Schnitten hervorragend produktplatzieren. Oder das Karmeliterviertel, liebevoll auch Klein-Bobostan genannt.


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