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Politik | aus FALTER 14/07 vom 04.04.2007

HERBERSTEIN Staatsanwalt Johannes Winklhofer hat den Anklageentwurf in der Causa Herberstein fertiggestellt. "Im Raum steht nach wie vor Verdacht des Betruges, der Abgabenhinterziehung, des Förderungsmissbrauchs und der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen", erzählt er. Winklhofers Entwurf muss nun vom Behördenleiter abgesegnet und an die Oberstaatsanwaltschaft weitergeleitet werden. Diese genehmigt dann den Entwurf oder verlangt zusätzliche Ermittlungen und Zeugeneinvernahmen. Winklhofer: "Ich kann es sehr schwer abschätzen, aber ich denke, dass wir das frühestens im Sommer wissen."

HEUSCHRECKEN Letzte Woche drohten noch die Heuschrecken in Form des britischen Investmentfonds CVC über die obersteirische Stahlstadt Kapfenberg herzufallen und Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) ortete eine "Katastrophe". Jetzt ist für SPÖ und Medien alles wieder gut: Denn die Linzer Voest Alpine wird nun Böhler-Uddeholm übernehmen, damit sind die Briten aus dem Rennen, der Edelstahlkonzern bleibt in österreichischer Hand. Von "Stahlhochzeit" und "Rettung" war nun die Rede anstatt von Heuschrecken. Doch schon wieder werden kritische Stimmen laut, die davor warnen, dass es in den beiden Unternehmen jede Menge Überschneidungen gebe und deshalb Arbeitsplätze abgebaut werden könnten. Denn schließlich geht es auch heimischen Unternehmen vor allem ums Heu.


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