Kinderbetreuung

Kampf um die Krippe

Politik | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

Sandra Smutny hat aus der Not einen Beruf gemacht. Die Mutter eines 13 Monate alten Buben aus Floridsdorf wollte nächstes Jahr wieder arbeiten gehen, hätte dafür aber im Februar 2008 einen Krippenplatz gebraucht. "Ich bekomme aber erst im Jänner 2008 eine Auskunft der Gemeinde, ob für meinen Sohn ein Platz frei wäre", erzählt die junge Mutter. Jetzt macht Smutny eine Ausbildung zur Tagesmutter, anstatt in die Hausverwaltung, in der sie früher gearbeitet hat, zurückzukehren. "Denn bevor ich meinen Buben zu jemandem anderen gebe, übernehme ich die Kinderbetreuung selber und helfe damit auch anderen Müttern", meint die Wienerin. Als sie sich selbst bei drei verschiedenen privaten Kinderkrippen in der Umgebung um einen Platz für ihr Kind erkundigte, waren diese nämlich schon bis zum Jahr 2010 ausgebucht. Obwohl sie sich noch in Ausbildung befindet, gibt es schon jetzt Anfragen von Eltern, ob sie noch Plätze für deren Kinder frei habe.

Dabei hat Wien mit insgesamt 4900 städtischen

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