Die geheime Front

Erich Klein | Politik | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

Geschichtsforschung Die Biografie des letzten Geheimdienstchefs der Monarchie und ein Band mit bisher unveröffentlichten Fotos von den Schlachtfeldern Südost-und Osteuropas erlauben einen neuen Blick auf den Ersten Weltkrieg. Eine doppelte Lektüre.

Wer glaubt heute noch, der Krieg lasse sich abschaffen? Niemand, nicht einmal die Pazifisten." Susan Sontags moralphilosophischer Essay über moderne Kriegsberichterstattung, "Die Leiden anderer betrachten", beginnt mit einem Abgesang: Um der "Heimsuchung" durch die Bilder der Massenvernichtung im Zweiten Weltkrieg Herr zur werden, macht sie einen Schritt zurück zur massenmedialen Vorgeschichte zwischen Krim-und amerikanischem Bürgerkrieg sowie Erstem Weltkrieg. Nach diesem war weltweiter Pazifismus angesagt. Sontags Argumentation folgt dabei dem seit eineinhalb Jahrzehnten - vor allem in Frankreich und England - vorherrschenden Ersten-Weltkriegs-Boom.

Eine eingehende Neubetrachtung der "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts haben jetzt auch

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