Interview

Misserfolge wie Casanova

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

In einem Alter, in dem andere in Pension gehen, bewarb sich der ehemalige Journalist und passionierte Kunstsammler Peter Wolf 1987 beim Dorotheum. Seit der heute 77-jährige Workaholic die Sparte Alte Meister übernahm, ging es steil bergauf: Il Lupo erarbeitete dem Dorotheum eine weltweit führende Position für Alte Meister.

Falter: Wie schaffen Sie eigentlich diesen ungeheuer stressigen Beruf?

Peter Wolf: Meine Eltern sind beide fast hundert Jahre alt geworden. Ich habe eine eiserne Gesundheit, schwimme jeden Tag tausend Meter, habe immer Sport betrieben.

Und Sie sind Tiroler?!

Ja, das kommt noch dazu.

Wie haben Sie es geschafft, die Alten Meister im Dorotheum so stark zu machen?

Durch lange Aufbauarbeit. Als ich hier anfing, lag der Umsatz bei neun Millionen Schilling. Ich habe ihn innerhalb von drei Jahren auf 93 Millionen gesteigert. Mir war damals klar, dass aus Österreich nicht viel kommen kann. Im 19. Jahrhundert war es mit seinen aristokratischen und jüdischen Sammlungen neben Paris


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