Ohren auf!

Swiss Bliss

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

Die Schweizer Pianistin Irène Schweizer ist seit Jahrzehnten eine Zentralfigur der europäischen improvisierten Musik, die normalerweise in Clubs oder bei Festivals erklingt. Der 1500 Zuhörer fassende und von Jean Nouvel gestaltete Saal des Kultur-und Kongresszentrums Luzern ist also ein eher unüblicher Rahmen für das im Oktober 2005 gegebene Konzert, das auf "First Choice. Piano Solo KKL Luzern" (Intakt) dokumentiert wird. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass sich die kontrollierte Rhythmikerin auf der zwanzigminütigen Titelnummer relativ lange Zeit lässt, bevor sie das Gegeneinander ihrer klar konturierten Linien und Patterns zu jazzigem Swing entbindet. Mitunter etwas gar züchtig wirkt hier ihr Thelonious Monk, nicht nur dessen "Oska T.", Reverenz erweisendes Spiel. Am charmantesten und mit subtiler Ironie kommt "Into the Hall of Fame" daher.

Von Schweizers zwei Dutzend CDs, die bei Intakt erschienen sind, machen ihre Duoaufnahmen mit Schlagzeugern ziemlich genau ein


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige