Weißkohl und Gummizelle

Robert Rotifer | Kultur | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

LONDON SOUNDFILES Die Lehrerin Laura Veirs, der junge Prophet Conor Oberst und der freche Londoner Vorstadtbub Jamie T versuchen, das Rad neu zu erfinden - sie schreiben Songs.

Für eine Verabredung mit einer amerikanischen Singer-Songwriterin auf Durchreise, die gerade im Broadcasting House der BBC ein paar Interviewtermine erledigt hat, gäbe es keinen opportuneren Schauplatz als das monumentale Langham Hotel gleich gegenüber. Die nicht minder monumentalen Preise in der dortigen Café Bar sind wohl das Ergebnis mangelnder Effizienz, bedarf es doch gleich vier livrierter Kellner, um das Servieren der von Laura Veirs bestellten Suppe einzuleiten; sie erkundigen sich dabei laufend nach ihrem Wohlbefinden.

Wenn sie es wirklich so genau wissen wollten, dann sollten die Kellner sich wohl am besten Laura Veirs neues, sechstes Album "Saltbreakers" anhören, in dem sie sich auf lyrische Weise mit dem schmerzlichen Ende einer Langzeitbeziehung auseinandersetzt. Seine Symbolik kreist dabei ständig

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