Dinge gendern sich

Stadtleben | Marijana Miljkovic´ | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

STADTPLANUNG In Mariahilf werden seit fünf Jahren Gender-Mainstreaming-Maßnahmen umgesetzt. Und was bedeutet das konkret?

Eine Mitarbeiterin im Vorraum von Renate Kaufmanns Büro bindet rote Schleifchen um Osterhasenhälse. Wer zu den Feiertagen in den Genuss der Schokohasen kommen wird, ist zwar nicht bekannt, aber hinter dieser Maßnahme lässt sich unweigerlich vermuten, dass die Süßigkeiten den Mariahilfern aus einem bestimmten Grund zuhoppeln werden. Denn betritt man das Büro der Bezirksvorsteherin des sechsten Bezirks, merkt man sofort: Sie ist eine Strategin. Ein Stadtplan hinter ihrem Schreibtisch ist mit roten und gelben Pfeilen gespickt. Hier steckt jemand Ziele ab und verfolgt sie wohl auch. Mit Größenwahn hat das nichts zu tun, denn bei dem kartografisierten Landstück handelt es sich um den Bezirksplan von Mariahilf und die Pfeile bedeuten Arbeit - sie kennzeichnen Baustellen.

An einer Baustelle werkt die rote Bezirkschefin schon seit mehr als fünf Jahren, dass hierbei


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