Nimm ein Sackerl

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

AUKTION Die Wienbibliothek versteigert Dinge aus dem Nachlass von Marcel Prawy: Bücher und Plastiksackerln.

Nach Billa ist Prawy gleich das zweite Stichwort, dass einem zum Thema Plastiksackerl in den Sinn kommt. Schließlich archivierte Marcel Prawy, der Opernauskenner der Nation, seinen Privatbesitz äußerst medienwirksam in Sackerln, die er akribisch nach einem eigenen System ordnete und mit Filzstift oder Kugelschreiber beschriftete. Nach Prawys Tod im Jahr 2003 ging sein Nachlass an die Stadt Wien, in den vergangenen Jahren sichtete und archivierte man in der Wienbibliothek 750 mit Büchern, Notenblättern, Korrespondenz, Ansichtskarten und Fotos vollgepackte Kisten. Und selbstverständlich auch die Sackerln. Sie wurden gewaschen und archiviert, bei den Büchern sortierte man jene Bände aus, die in der Wienbibliothek im Rathaus ohnehin vorhanden waren und die für die spätere Prawy-Forschung keine Bedeutung in Form von persönlichen Anmerkungen oder Widmungen enthielten. Die kommen


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