Drei von der Tankstelle

Stadtleben | Heike Hausensteiner | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

VERKEHR In Stadlau arbeiten drei Frauen bei einer Bedienungstankstelle. In der üblicherweise maskulin-archaischen Atmosphäre wissen das viele Kundinnen zu schätzen.

Fahren Sie Auto und wollen Sie sich beim Tanken nicht schmutzig machen? Okay, es gibt Wegwerfhandschuhe. Aber es gibt auch noch Menschen, die das Tanken zu ihrem Beruf gemacht haben. So auch die drei Frauen von der Avanti-Tankstelle in Stadlau. "Diesel voll? Sollen wir Luft, Wasser, Öl auch kontrollieren?" Hier bedient Sie Frau Sabine: Während die Zapfsäule schnurrt, wäscht die Frau Mitte dreißig, braune Augen, die schulterlangen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, die Front-und Heckscheiben. Dass man hier nur Frauen bei der Arbeit sieht, sei doch ungewöhnlich oder? "Ja, schon. Ich war in Karenz", erzählt Sabine. "Dann hat mich die Chefin angerufen und gefragt, ob ich nicht wiederkommen will." So stellt man sich eine Wiedereinstiegschance nach der Babypause vor: Vom alten Arbeitgeber gebeten werden, dass


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