Vorwort

Bitte auf Französisch

Vorwort | Donja Noormofidi | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

Was hat sich Familienministerin Andrea Kdolsky (VP) dabei wohl gedacht? Letzte Woche verkündete sie, dass die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld nicht nur bleibt, sondern dass nun auch jene Eltern kontrolliert werden, die in den Jahren 2003 bis 2006 Kindergeld bezogen haben. Wenn sie zu viel dazuverdient haben, müssen sie das ohnehin mickrige Kindergeld zurückbezahlen. Als ob Kinderkriegen für Österreicherinnen nicht schon unsexy genug wäre: Noch immer sind es hierzulande fast ausschließlich die Frauen, die den Nachwuchs hüten - nur drei Prozent der Männer gehen in Karenz. Und der Mangel an Kinderbetreuungsplätzen ist eklatant, alleine in Graz fehlen zur Zeit fast 500. Die Österreicherin muss sich also oft immer noch entscheiden: eigene Kohle oder Kind? Wen wundert es da, dass sie keine Lust hat, Kinder zu kriegen? Die Geburtenrate liegt bei 1,4 Prozent.

Dabei ist die Rechnung ganz einfach: Länder, in denen ein eher konservatives Frauenbild vorherrscht, haben geringe Geburtenraten,


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