Super Märkte?

Politik | Maria Fanta und Cornelia Schuss | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

LEBENSMITTEL Bioprodukte, Hausverstand und Fairtrade: Die großen Lebensmittelketten setzen nun auf politische Korrektheit. Doch hinter den bunten Kulissen der Supermärkte läuft längst nicht alles super.

Es ist 18 Uhr, die Verkäuferin blickt bedauernd auf die noch gut gefüllte Gebäckvitrine vor sich und beginnt auszuräumen: Krapfen, Nusskronen, Mohnweckerl, Kornspitze, ganze Laibe Brot - sie alle landen bunt gemischt in großen Kisten. Und das ist nur eine kleine Auswahl. Was mit den Lebensmitteln passiert? "Sie werden weggeschmissen oder zurückgeschickt, leider. Und es bleibt genug über. Am Anfang war das schwer." Die Mitarbeiter selbst dürfen Übriggebliebenes nicht mitnehmen. "Die Taschen werden kontrolliert", erzählt die Verkäuferin.

So entstehen Unmengen entsorgter Lebensmittel - in Graz landen pro Jahr auf diese Weise geschätzte 1900 Tonnen genießbarer Lebensmittel im Müll. Da es für Graz keine eigenen Daten gibt, entsteht diese Zahl, wenn man die Ergebnisse einer Studie


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