"Gib meinen Müll zurück!"

Politik | Matthias Revers | aus FALTER 15/07 vom 11.04.2007

ERNÄHRUNG Freegans sind Menschen, die Mülltonnen nach Essbarem durchstöbern. Nicht aus Not - aus Überzeugung.

Nachts, im Hinterhof eines Grazer Supermarktes: Während einer den Müllcontainer nach Essbarem durchstöbert, leuchtet der andere mit der Taschenlampe - Dumpstern nennt sich das im Fachjargon. Bei jedem Auto, das vorbeifährt, zucken die beiden zusammen. Denn so abwegig es klingen mag: Müll ist Privateigentum und Dumpstern streng genommen Diebstahl. Grundsätzlich ist es aber eine rechtliche Grauzone. Einige Freegans (übrigens ein Kunstwort aus "free" für "frei" und "vegan", auf tierische Produkte verzichtend) sind von der Polizei zwar schon dabei ertappt, aber nicht bestraft worden. So auch Klemens, ein Vertreter dieser Gegenkultur in Graz: "Ich bin von der Kripo erwischt worden. Als ich ihnen erklärte, was ich da mache, sagten sie: ,Sie haben eh Recht' und sind wieder abgezogen." Doch nicht alle reagieren so gelassen, berichtet Freegan David von Leuten, die ihren Müll


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