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Politik | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

KONSUMRAUM Eine Studie des Grazer Suchtkoordinators Ulf Zeder ergab Ende des Vorjahres, dass ein Konsumraum für Graz Sinn machen würde ("Falter" 48/06). Dort könnten Schwerstabhängige unter ärztlicher Aufsicht Heroin spritzen. "Überleben sichern", lautet die Devise solcher Einrichtungen, die sich beispielsweise in Deutschland und der Schweiz seit Jahren bewähren. "So könnte die Zahl der Drogentoten gesenkt werden", erklärt Zeder. Heroin auf Kosten der Steuerzahler? Der Aufschrei von ÖVP und FPÖ folgte prompt. Nur die KPÖ sprach sich dezidiert dafür aus. Nun will es auch SP-Klubobmann Karlheinz Herper auf einen Versuch ankommen lassen: "Da ich Suchtkoordinator Zeder vertraue, sollten wir einen Projektversuch wagen." Ein Konsumraum würde, so Herper, im Jahr zwischen 30.000 und 40.000 Euro kosten.

GAK Nach der Regierungssitzung am Montag stellte Landeshauptmann Franz Voves (SP) eine tolle Rechnung auf: Wenn das Land für den Fußballverein GAK eine Haftung von 1,2 Millionen Euro übernommen hat, wieviel Geld hat das Land dann verloren? Gar nichts, rechnete Voves vor. Und das, obwohl SP-Sportlandesrat Manfred Wegscheider erst kürzlich erklärte, dass das Land von der Haftung maximal zwanzig Prozent zurückbekomme, allerdings nur, wenn der Zwangsausgleich des Vereins am 19. April durchgeht ("Falter" 14/07). Da muss auch der rote Landeshauptmann einsehen, dass der Grüne Peter Hagenauer wohl Recht hat, wenn er sagt: "Das Geld ist im Arsch."


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