Polizei stürzt ab

Politik | Stefan Rothbart | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

EXEKUTIVE Das neue Computersystem der Polizei sorgt für Chaos und ist laut Polizeigewerkschaft eine Gefahr für die Sicherheit.

Fünf Uhr nachmittags, die übliche Stoßzeit in einer Grazer Polizeiinspektion und nur zwei Beamte sind im Dienst. Viele Bürger suchen nun die Wachstube auf, um eine Anzeige aufzugeben. Es sind oft nur Kleinigkeiten: Die Leute kommen von der Arbeit, bemerken einen Parkschaden an ihrem Auto oder wollen ihr gestohlenes Mobiltelefon melden. Für die Beamten lästige Verwaltungsarbeit ohne wirklichen polizeilichen Hintergrund. Und genau jetzt stürzen die Computer ab. "Zack, aus, und auf einmal steht alles", schildert der steirische Polizeigewerkschafter Siegfried Stemmer die Situation. Nun heißt es warten, System wieder hochfahren und die Anzeige erneut aufnehmen.

Als "Rohrkrepierer" und "Gefahr für die öffentliche Sicherheit" bezeichnete die Wiener Polizeigewerkschaft kürzlich das neue Computersystem zur Protokollierung von Anzeigen und Daten namens PAD II.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige