Buddha Boxing mit dem Anti-Pod

Kultur | Tiz Schaffer | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

POP Die chinesischen Elektronik-Pioniere FM3 haben eine "Buddha-Maschine" erfunden und bringen ihre Mantraloops diese Woche in Graz zu Gehör.

Auf einem MP3-Player haben verdammt viele Musikstücke Platz. Auf der Buddha Machine gerade neun. Die ambientartigen Loops, die sich an der hypnotischen Klangwelt des buddhistischen Gebetsrituals orientieren, wurden mit obskuren, aber klassischen Instrumenten, wie etwa dem mongolischen Ma Tou Qin, eingespielt und danach elektronisch aufbereitet. Per händischem Klick manövriert man sich durch die spirituellen Klangflächen. Das etwas trashige Elektronikspielzeug im Stile eines Anti-i-Pod mit kleinen Lautsprecherboxen verkauft sich im Moment prächtig. Anscheinend gibt es in Zeiten des allgegenwärtigen Informationsoverkills eine Sehnsucht nach mönchischer Kargheit.

Seit 1999 arbeiten der gebürtige Amerikaner Christiaan Virant und der Chinese Zhang Jian als FM3 an meditativen Ambient-Sounds. Sie waren auch die Ersten, die sich in China mit elektronischen


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