Dolm der Woche

John Snow

Politik | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

US-amerikanische Politik macht nicht Halt vor Österreichs Staatsgrenzen: Weil der US-Investor Cerberus die Bawag gekauft hat und in den USA Geschäfte mit dem Staatsfeind Kuba verboten sind, schmiss die Bawag im Auftrag von Cerberus-Boss und George-W.-Bush-Freund John Snow (im Bild) alle Kunden mit kubanischer Staatsbürgerschaft, die in Österreich leben, raus. Es handle sich ohnehin lediglich um Einzelfälle, versuchte die Bawag zu beruhigen. So what? Diskriminierung richtet sich meistens gegen einzelne Bevölkerungsgruppen und nicht gegen die Mehrheit. Wieso müssen ganz normale Sparer mit kubanischem Pass, die in Österreich leben, nun dafür büßen, dass sich der amerikanische Präsident mit Fidel Castro nicht verträgt? Gerade die Bawag sollte nach den Skandalen des vergangenen Jahres froh sein, dass ihr noch Kunden die Treue halten. Die anderen Banken werden sich über die neue Kundschaft aus Kuba jedenfalls freuen.


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