Eurofighter-Ausstieg

Kommt Österreich gratis davon?

Politik | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

Die Optik ist grauenhaft. Ich an seiner Stelle hätte mich von Anfang für befangen erklärt." Ex-Rechnungshofpräsident Franz Fiedler, der sich heute für die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International engagiert, kann über Erich Wolf nur den Kopf schütteln. Der nunmehr suspendierte Luftwaffenchef ist eine der zentralen Figuren in der Causa Eurofighter. Während sein Trauzeuge Erhard Steininger für den Eurofighter-Anbieter EADS Lobbying machte, setzte sich Wolf im Verteidigungsministerium für die zwei Milliarden Euro teuren Flieger ein. Im Dezember 2002 überwies Steininger der Firma von Wolfs Frau obendrein 87.600 Euro. Ein Auftrag für ein (bisher nicht geliefertes) Marketingkonzept, das nichts mit dem Eurofighter zu tun habe, verteidigte sich Erich Wolf auf Ö1. Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss hatte der Airchief noch Zahlungen an sich und seine Gattin dementiert und behauptet, die Firma, in der er als Prokurist gemeldet ist, sei in den Neunzigern stillgelegt


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