Ewig Exterrorist

Politik | Robert Misik | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

RAF & CO Vor dreißig Jahren füllten deutsche Terroristen in Wien mit der Entführung des Textilindustriellen Walter Palmers ihre Kriegskasse. Reinhard Pitsch war damals dabei. Irgendwie ist er es heute noch. Eine Begegnung.

Dreiundfünfzig wird Reinhard Pitsch demnächst, aber noch immer ist es ein Tag im Frühjahr vor dreißig Jahren, unter dessen Bann sein Leben steht. Exakt war es der 8. Mai 1977, der erste Todestag von Ulrike Meinhof. Da stand Pitsch mit seinen Genossen von der Arbeitsgemeinschaft Politischer Gefangener (APG) vor der Uni Wien und verteilte Flugblätter. Faktisch war die APG eine Truppe von Sympathisanten der Roten Armee Fraktion (RAF).

Da kamen zwei ältere Studentinnen offenkundig deutscher Herkunft auf Pitsch zu und fragten ihn über die RAF aus. "Ich war ziemlich zurückhaltend. Zwei Deutsche, die sich in Österreich über die RAF erkundigen - das schien mir verdächtig. Irgendwann haben sie gesagt, sie seien selbst steckbrieflich gesucht", erzählt Pitsch. Beim


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