Kommentar

Donaufestival: Pop ohne Future

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

Am Donnerstag beginnt das diesjährige Donaufestival. Nach vielen Jahren als künstlerische Gemischtwarenhandlung für die ganze Familie wurde das niederösterreichische Traditionsevent im Jahr 2005 inhaltlich umfassend überarbeitet; der neue Kurator Tomas Zierhofer-Kin setzte dabei vor allem auf avancierte Popkultur.

Zierhofer-Kin, der zuvor unter anderem für die Salzburger Festspiele und die Wiener Festwochen tätig war, stellt sein heuriges Programm unter das Motto "Unprotected Game(s)"; mit den beiden britischen Bands Gang of Four und Throbbing Gristle (siehe Artikel auf Seite 22) stechen zwei Ikonen der Spätsiebziger-Gegenkultur aus den vielen Veranstaltungen hervor. Beide haben sich durch radikale Eigenständigkeit in die Popgeschichte eingeschrieben; beide gelten als ungemein einflussreich, ohne je wirklich viele Platten verkauft zu haben; beide haben sich in den frühen Achtzigern aufgelöst, um erst Mitte der Nullerjahre wieder auf die Popbühne zurückzukehren - und beide sind


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