Scheiß Fleisch

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

FILM Der amerikanische Regisseur Richard Linklater lässt in dem engagierten Junkfoodepos "Fast Food Nation" den Burgerkonsumenten Scheiße fressen. Aber auch Ökoaktivisten werden von dem Film nicht satt.

Happy Thanksgiving! Pünktlich zum amerikanischen Erntedankfest liefen letzten November in New York City zwei Filme an, die sich gemeinsam wie eine hämische Grußkarte der Bioladenlobby ausnehmen: Nikolaus Geyrhalters Dokumentation "Unser täglich Brot" und Richard Linklaters "Fast Food Nation", eine fiktionale Verfilmung des gleichnamigen US-Bestsellers Eric Schlossers über die Machenschaften von McDonald's und Co.

Es fällt schwer, sich zwei formal unterschiedlichere Arbeiten zum gleichen Thema vorzustellen als Geyrhalters kühle Doku-als-Science-Fiction-Meditation und Linklaters lebhaften Problemfilm-als-Bürgerforum, aber gerade in ihren Gegensätzen erhellen die beiden einander gegenseitig: Wie Geyrhalter entwirft Linklater, der durch Filme wie "Slacker" oder "Before Sunrise" bekannt


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