Muss ein Buch hässlich sein?


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

THEMA: BUCHDESIGN Bücher sind nicht nur Textbehälter, sondern auch Gebrauchsgegenstände. Was spräche eigentlich dagegen, ihnen ein vernünftiges und erfreuliches Design zu verpassen?

Kann sich noch wer an das E-Book erinnern? Das war gegen Ende des vorigen Jahrtausends das große Ding. Oder genauer gesagt: Es war das große Ding, zu behaupten, das E-Book werde in absehbarer Zukunft das große Ding sein. Ich weiß das noch, weil sich die Medieneuphoriker in der Redaktion damals im Halbjahrestakt darüber beklagten, dass die Buchbeilage wieder mit lauter Rezensionen zugemüllt, aber darin nichts über das E-Book zu lesen sei, das eines nahen Tages unser Leben von Grund auf verändern würde. Auf federleichten Lesegeräten würden wir, in der U-oder Eisenbahn sitzend, zwischen E-Mail-Bestellung des Biogemüsekistchens und Überweisungsaufträgen den "Idioten" oder die "Sokratischen Denkwürdigkeiten" herunterladen - wonach uns halt gerade so wäre zwischen Schottenring und Unter St. Veit,

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