Mein Freund Harry

Stadtleben | Heribert Corn | aus FALTER 16/07 vom 18.04.2007

Harry Weber (1921-2007) Vergangene Woche starb der Fotograf 85-jährig an einem Herzleiden. Erinnerungen an einen Freund und Kollegen.

Wer bist denn du?" Heldenplatz, Nationalfeiertag vor ein paar Jahren. Ich liege am Boden und fotografiere durch die Beine eines Soldaten einen Panzer, als mir einer auf die Schulter klopft. "Wie heißt du? Gefällt mir, was du da machst!" Als ich aufblicke, steht da Harry Weber. Ein Sir der alten Fotoschule und gemeinsam mit Franz Hubmann und Erich Lessing das fotografische Gewissen Österreichs. So hat er selbst nicht von sich gedacht, umso mehr ist er es für mich gewesen. Nicht weil er meine Fotos kannte, wie sich in unseren folgenden Gesprächen, aus denen eine besondere Freundschaft wurde, herausstellte. Sondern weil er sich für alles interessierte, was um ihn stattfand. Dabei hatte er im Lauf seines Lebens so viel erlebt - und fotografiert -, dass ihm ein Nationalfeiertagspanzer eher weniger wichtig sein hätte können.

Immer wenn ich ihn traf, hatte


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