Der Web-Prozess

"Da war ich ganz alleine"

Politik | Matthias Revers | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

Er war der größte und teuerste Wirtschaftsprozess Österreichs - der WEB-Bautreuhand-IMMAG-Prozess. 1990 übernahm die Richteramtsanwärterin Ulrike Haberl-Schwarz den Fall als Untersuchungsrichterin. Es war ihre erste Tätigkeit als Richterin. Von dem Verfahren spricht sie heute rückblickend als "unglaubliche Herausforderung" - die 5000 Untersuchungsakten füllten eine ganze 250 Quadratmeter Altbauwohnung. Die strafrechtlichen Untersuchungen zogen sich bis in die Gegenwart.

Zur Vorgeschichte: Das WEB-Bauimperium verkaufte Hausanteilsscheine als Anlageform, aber die versprochenen Gewinne blieben aus. Die Unternehmensgruppe täuschte rege Wirtschaftstätigkeit vor, indem sie Gelder einfach im Kreis bewegte, und wehrte sich mittels weiterer Verkäufe von Anteilsscheinen hartnäckig gegen den sicheren Konkurs. 25.000 Gläubiger wurden dabei um insgesamt 73 Millionen Euro geprellt. Die Blase platzte, als Anlegergelder nicht mehr ausbezahlt werden konnten und die Salzburger Arbeiterkammer


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