Nach uns die Sintflut

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

PRIVATISIERUNG Im niederösterreichischen Pressbaum überlegt der rote Bürgermeister, das Wassernetz zu verkaufen. Doch eine entsetzte Bürgerin schlägt Alarm. Wie problematisch ist das Geschäft mit dem Wasser wirklich?

Junge Mütter flanieren mit Kinderwägen durch den Ort, im Supermarkt kennt jeder jeden, ein gutbürgerliches Haus reiht sich ans andere. So idyllisch erscheint die Marktgemeinde Pressbaum im Wienerwald. Doch eines stört: Die 8000-Einwohner-Gemeinde hat 16,5 Millionen Euro Schulden. Da müssen sogar Subventionen für die Blasmusik abgelehnt werden. Bürgermeister Heinz Kraus (SPÖ) fand jedoch einen Weg, den Schuldenberg schlagartig zu verkleinern: Die Gemeinde könnte ihre Trinkwasserleitungen an das teilprivatisierte Energieunternehmen EVN verkaufen. "Der Vorteil dabei wäre ein Schuldenabbau der in früherer Zeit aufgenommenen Darlehen und eine nicht unerhebliche Barzahlung an die Marktgemeinde Pressbaum", frohlockte der Bürgermeister im Herbst in der ortseigenen


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