"Ist Wasser Indie oder Mainstream?"

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

MUSIK Leslie Feist dürfte mit ihrem neuen Album von der heimlichen Prinzessin der kanadischen Musikszene zum globalen Popstar avancieren. Die Chansonnette ohne Allüren über künstlerische Aufrichtigkeit, Heimatgefühle und Liebeskummer.

Leslie Feist wusste nicht, dass ihr nächstes Interview mit einem Fotoshooting beginnen sollte. Es war dann aber eh kein Problem; die Frau, die alle Welt nur unter ihrem Nachnamen kennt, fragte lediglich, ob man in der Sonne bleiben könne. Ein scheinbar plausibler Wunsch, fand das Treffen doch bei prächtigem T-Shirt-Wetter im Hof eines Wiener Innenstadthotels statt. Die Begründung der Kanadierin überraschte aber doch. Sie würde ihre Sonnenbrille gerne aufbehalten - und ohne zugehörigen Sonnenschein wirke das stets etwas aufgesetzt und blöd.

Eine unscheinbare Episode, die für Leslie Feist aber ebenso charakteristisch ist wie die Tatsache, dass sie dann doch auch im Schatten posierte - mit und ohne Sonnenbrille. Aufgesetzt und blöd zu agieren, dafür


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