Raus aus den Studios

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

FILM Am 29. April hätte der in Wien geborene und aufgewachsene Fred Zinnemann (1907-1997) seinen 100. Geburtstag gefeiert. Würdigung eines sanften Humanisten, der mit der Kamera die Welt einfangen wollte.

Die ersten zehn Minuten von "Julia" (1976), eine Montage von Bildern und Tönen durch Raum und Zeit, gehören mit zum Persönlichsten, das Fred Zinnemann je gedreht hat. Lillian Hellman erinnert sich in "Pentimento", jener Erzählung, die als Vorlage für den Film dient, einer Jugendfreundin, deren Spuren sich Ende der Dreißigerjahre im Europa des aufkeimenden Nationalsozialismus verlieren. Auf geheimnisvolle Weise korrespondieren Schauplätze des Films und Biografie der Titelheldin mit wesentlichen Stationen im Leben des Filmemachers. Beginnend in den Staaten (wo Zinnemann einst Karriere als Regisseur machte) beschreibt der Film eine Reise zurück nach London (wo er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten lebte), nach Wien (wo er am 29. April 1907 zur Welt kam), nach Paris (wo er an der Ecole


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