Buch der Stunde

Last Men Walking

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

Die Welt, in der wir leben, wird zugrunde gehen. Alles verrottet und verwest bereits. Bald wird nichts mehr daran erinnern, dass wir einmal da waren. Willkommen zu den allerletzten Tagen der Menschheit! In seinem jüngsten, vergangene Woche mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman "Die Straße" erzählt der 73-jährige US-Autor Cormac McCarthy vom nahenden Ende. Der einsiedlerisch lebende und sich seit jeher dem Literaturbetrieb verweigernde Autor gilt schon lange als Prophet des Untergangs. Trotz seines verhältnismäßig schmalen Umfangs lässt sich der Endzeitroman "Die Straße" daher als Zieldestination eines grimmigen Werks begreifen, das erst seit den frühen Neunzigern eine breitere Leserschaft erreicht und teils noch gar nicht ins Deutsche übersetzt worden ist. Der Roman liefert die unausweichliche Schlusspointe, die nicht einmal mehr ein verzweifeltes Lachen auslöst, und lässt Philip Roths Sterbebuch "Jedermann" nachgerade frohsinnig erscheinen.

Ein Mann und sein Sohn wandern


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