Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

Aus der Zeit Ein vom Verschwinden bedrohtes Segment großstädtischer Alltagskultur zeigt Harald Friedl in seiner Dokumentation "Aus der Zeit": den Einzelhandel, vorgestellt am Beispiel des Lederwarengeschäfts Jentsch, der Fleischerei Fritz, des Knopfkönigs und einer Drogerie, deren Besitzer, Peppi Kienesberger, 1928 im Gründungsjahr des Betriebs als Lehrbub anfing und 75 Jahre später immer noch Tag für Tag hinter der Budel auf Kundschaft wartet. Manche der Geschichten, die Friedl den Porträtierten zu entlocken verstand, sind rührend, andere ziemlich witzig; wieder andere sind ausgesprochen unheimlich, etwa wenn hinter dem Geschnatter der Knopfhändlerin vom Petersplatz die Tragödie eines ganzen (Ehe-)Lebens spürbar wird. Für die gediegene Kameraarbeit zeichnet Bernhard Pötscher verantwortlich. MICHAEL OMASTA

Ab 27.4. im Stadtkino.

Nach der Hochzeit "Hier passen viel zu viele Dinge viel zu gut zusammen", stellte einmal wer fest - nur für den Fall, dass das Publikum die betont

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