Essen ist fertig, Captain Kirk

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 17/07 vom 25.04.2007

NEUES LOKAL Die berühmt-berüchtigte Molekularküche hat jetzt also auch eine Heimstatt in Wien gefunden, 21 Stockwerke über Favoriten.

Wien ist nicht schlecht. Aber revolutionär und innovativ ist Wien halt auch nicht sehr, oder zumindest nur in sehr eingeschränkten Bereichen. Die Gastronomie ist so ein Bereich jedenfalls nicht, und wenn ein gewisses Einvernehmen herrscht, dass Avantgarde in der Kunst und - wenn's unbedingt sein muss - halt auch in der Mode ein Thema sein soll, dann beim Essen aber bitte nicht. Trüffelöl, Tintenfischcarpaccio, Thaicurry okay, aber keinen Schritt weiter. Weil Gutes muss gut bleiben.

In Nordspanien und Frankreich wurde dem Vernehmen nach auch immer recht gut gekocht, dennoch entwickelte sich dort in den vergangenen 15 Jahren eine gastronomische Avantgarde, deren Zweig der sogenannten Molekulargastronomie sich besonders spektakulär darstellt: Kochen als physikalisches oder chemisches Experiment, Zubereitung mit flüssigem Stickstoff, mit Laugen, mit Gasdruck,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige