Ausstellung

Sprechexzesse

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 18/07 vom 02.05.2007

Eigentlich wollte Karl Welunschek seine Wolfgang Bauer-Ausstellung ja noch eine Spur großzügiger anlegen, der Stadt Graz ihren im August 2005 verstorbenen Schriftstellersohn so richtig zurückgeben und dessen gesamtes Werk auf Hausfassaden und Plätze schreiben lassen. Das war groß gedacht, scheiterte aber an der Realität. Großzügig geraten ist aber auch seine nun realisierte Ausstellungsinstallation "Memory XS" über Wolfgang Bauer, die - nach einigen Verschiebungen - diese Woche im Grazer Stadtmuseum eröffnet wird. Und das trotz eines extraschmalen, eines "XS"-Budgets.

Auf 35 in einfachen Wahlkojen montierten Flatscreens werden jeweils rund zehnminütige Interviewsequenzen zu sehen und hören sein, in denen sich Freunde und Bekannte an ihre Begegnungen mit Wolfgang Bauer erinnern. 360 Filmstunden hat Welunschek, der sich im Laufe seiner Karriere als manischer Theatermacher wiederholt des Werkes Bauers angenommen hat, dafür gedreht, den Regisseur Bernd Fischerauer in München getroffen,


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