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Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 18/07 vom 02.05.2007

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages." Aber auch: "Voller Bauch studiert nicht gern." Sowie: "Hotte, hotte, hü, Klöße in der Früh. Willst du mit der Kutsche fahren, darfst du nicht an Butter sparen …" Das sind so einige der Kopfpolstersticksprüche, die sich um die erste Mahlzeit des Tages ranken (die zweite Mahlzeit heißt Gabelfrühstück, in Bayern: Brotzeit). Am Frühstück scheiden sich Geister, Sitten und Kulturen. In Berlin etwa kann praktisch jede Mahlzeit zwischen acht Uhr morgens und acht Uhr abends als "Frühstück" deklariert werden; auf den Britischen Inseln wiederum hat das "Breakfast" mehr den Charakter einer medizinischen Langzeitstudie. In Wien wird es traditionellerweise eher minimalistisch ausgelegt und ist mit Kaffee, Ei, Semmerl und/oder Kipferl (nicht: Croissant) sowie Butter und "Mamalad" einigermaßen hinreichend definiert. Fotografiert werden kann es auch ohne Aufstrichkomponente und Gebäcksalternative - das hat Katharina Gossow auch getan.


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