Von Katzen und Kommunisten

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 18/07 vom 02.05.2007

FILM Fotograf, Regisseur, Dokumentarist, Filmessayist und Denker: Chris Marker, der scheue alte Mann des französischen Kinos, wird im Filmmuseum mit einer Retrospektive gewürdigt.

Film, Gedächtnis und Politik sind Konstanten im Schaffen des heute 86-jährigen Chris Marker. Der französische Regisseur und Fotograf wird - trotz seiner Abneigung gegen jedwede Form der mythischen Heldenverklärung - gerne als "letzter Auteur der Filmgeschichte" bezeichnet. Marker scheut die Öffentlichkeit. Interviews mit ihm sind rar, Fotos seiner Person noch seltener, sodass es den Anschein hat, als verkehre er am liebsten unter seinesgleichen. Er ist, was man einen "Filmemacher für Filmemacher" nennt. So wie Alfred Hitchcock, wie Akira Kurosawa, wie Andrej Tarkowskij, deren Werk auf vielfältige Weise in sein eigenes Eingang gefunden hat. Tarkowskij, den er "als Einziger verstanden" zu haben behauptete, hat Marker "Ein Tag im Leben des Andrei Arsenjewitsch" (1999) gewidmet; Kurosawa das Porträt "A.K."


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