Leicht und schwer

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 18/07 vom 02.05.2007

FILM Der chinesische Regisseur Zhang Yimou wird gern der Anbiederung an westliche Kinobedürfnisse geziehen - ein Vorwurf, der nicht ohne Bigotterie ist.

Wenn der Westen vom fernen Osten träumte, war es immer der Reiz des Fremden, der mit magischer Anziehungskraft die Reisenden, Dichter und Denker in seinen Bann zog. Die Bilder, die man sich dabei von den Ländern der aufgehenden Sonne machte, tendierten freilich oft dazu, das Fremde wieder zum Verschwinden zu bringen und so zu Abbildern ihrer selbst zu verkommen.

Im Weltkino des chinesischen Regisseurs Zhang Yimou sieht das dann etwa so aus: bis zum letzten Mann orchestrierte Schlachtengemälde, ein Bilderrausch der Farben und Bewegungen, perfekt inszenierte Schwertkampfchoreografien und eine Präzision, die einen computeranimierten Wassertropfen ebenso auszeichnet wie den Aufmarsch der größten lebenden Statistenheere, die man seit Jahrzehnten auf der Leinwand gesehen hat. Und nicht zuletzt - oder gerade deshalb - regelmäßige Auftritte


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