Die Kinder der Quoten

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über die ORF-Reform, bei der es noch zu tun gibt. Samt einem kleinen Nachwort zu Peter Pilz.

Betretenes Wrabetzgesicht. Schwach vernehmbares Bärengebrumm. Kaum mehr Lorenzansagen. Allgemeines Gezeter mit höhnischen Untertönen. Die ORF-Reform ist gescheitert, und alle haben es immer schon gewusst, dass da nix draus wird. Jetzt justieren sie nach, im Schweiße ihres Angesichts reformieren sie die Reform. Nur Gescheiterte werden gescheiter, das ist schon klar, und nichts freut die österreichische Öffentlichkeit mehr als der Misserfolg einer mächtigen Konkurrenz. Wolfgang Fellner, sonst eher auf Kuschelkurs mit dem ORF - sein Blatt braucht den Sender, sonst ist es nicht - protestierte auf besonders subtile Weise. Am Sonntag, dem 6. Mai druckt Österreich das TV-Programm vom Samstag, dem 5. Mai, als topexklusive Reprise sozusagen. Die Salzburger Nachrichten bringen Alexander Wrabetz, den ORF-Chef, in nachdenklicher Pose auf dem Titelblatt, Hände gefaltet, Augen


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