The Best Go West

Vorwort | Oliver Hochadel | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

KOMMENTAR Die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Österreich ist deplorabel. Allerhöchste Zeit, etwas zu tun.

Ob Karl-Heinz Grasser die wenigen Monate Zeit zwischen Ministeramt und Aufsichtsratsvorsitz für seine Dissertation in Betriebswirtschaftslehre genutzt hat? Zumindest ist er seit Jahren an der Universität Klagenfurt dafür eingeschrieben und damit einer von geschätzten 17.000 Dissertanten und Dissertantinnen in Österreich. Die große Mehrheit dissertiert wie KHG in ihrer Freizeit. Nur geschätzte 2000 erhalten für ihre Forschungsarbeit auch ein Gehalt, die meisten vom Forschungsförderungsfonds FWF.

Wer sich um das Nulldefizit kümmern oder kellnern muss, bei dem zieht es sich mit dem Doktorat. Dass die Qualität dieser wissenschaftlichen Arbeit, die der Einstieg in eine Forscherlaufbahn sein sollte, davon nicht profitiert, liegt auf der Hand. Eine Lose-lose-Situation: Für die Dissertanten war die Zeit schlecht investiert, und die Forschung hat wenig von den aufgrund


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