Dolm der Woche

H. Missethon

Politik | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

Was macht ein weithin unbekannter Politiker aus der Provinz, um seinen Bekanntheitsgrad rasch zu erhöhen? Er sagt möglichst laut etwas möglichst Blödes, in der Hoffnung, möglichst viel Geschrei zu provozieren. Das hat ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon vergangene Woche geschafft. Im Kurier warnte er, es sei in Wien "nur mehr eine Frage der Zeit, bis es überhaupt mehr Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache gibt". Und er ortet in Beratungsstellen, die Ausländer in ihrer Muttersprache betreuen, den ersten Schritt Richtung Muezzin am Stephansdom: "Wenn wir uns nur so orientieren, dass da Türkisch gesprochen wird, dann werden wir irgendwann türkisch sein." Missethons logischer Schluss aus der Misere ist ein "sofortiger Zuwanderungsstopp". Aber darauf hat in Wien schon ein anderer das Copyright. Und HC Strache hat mit "Daham statt Islam" zumindest einen Reim zusammengebracht. .


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